Von der Idee zu umsetzbaren zirkulären Geschäftsmodellen: Station 3 wandelt die Ideen der vorherigen Phase in strategische, testbare Lösungen um, mithilfe kompakter Workshop-Methoden und Entscheidungstools wie SWOT-Analyse und dem Lightning Decision Jam. Teilnehmende Unternehmen schärfen ihre Ansätze und definieren konkrete Umsetzungsschritte, mit Fokus auf der Verbindung von wirtschaftlicher Leistung und dem Erhalt zirkulärer Werte.


Roadshows 2025
Die Produktlebensdauer wird durch Reparatur, Refurbishment, Remanufacturing und Second-Life-Komponenten gezielt verlängert.
🔹 Dieser Ansatz erhält den Materialwert über mehrere Nutzungszyklen hinweg.
🔹 Variable Produktionskosten werden reduziert, weil bestehende Produkte und Komponenten weiterverwendet werden.
🔹 Wiederaufbereitete Teile ermöglichen Second-Life-Anwendungen, statt neue Komponenten zu produzieren.
Anstatt Produkte einmalig zu verkaufen, setzen Unternehmen auf Modelle, bei denen Kunden für Leistung, Verfügbarkeit oder Nutzung bezahlen.
🔹 Beispiele sind Leasing, Abonnements oder Wartungsverträge.
🔹 Dieses Modell stärkt planbare, wiederkehrende Umsätze.
🔹 Die Kundenbindung steigt, weil die Beziehung über die gesamte Nutzungsdauer des Produkts hinweg besteht.
Station 3 zeigte deutlich, dass technologische Verbesserungen allein nicht ausreichen – ein grundlegender Wandel der kommerziellen Logik ist notwendig.
🔹 Weg von „immer mehr Produkten zu höheren Preisen“ – hin zu „längeren Produktlebenszyklen durch Refurbishment, Remanufacturing und Reparatur“ („less is more“).
🔹 Die Frage „Was hält das Team zurück?“ machte sichtbar, dass die größten Hürden intern und nicht technischer Natur sind.
🔹 Erfolgs- und Bonussysteme belohnen noch überwiegend den Verkauf neuer Produkte, nicht Wiederverwendung oder Service.
🔹 Teams verfügen oft nicht über gemeinsame Daten zum Produktzustand und zur Materialhistorie.
🔹 Die Kommunikation zwischen Abteilungen ist fragmentiert, sodass zirkuläre Ideen sich kaum skalieren lassen.
🔹 Vor allem erfahrene Vertriebskräfte agieren weiterhin nach klassischen Verkaufsmodellen, die über Jahrzehnte geprägt wurden.Gruppenideen ohne Bewertung oder Kritik.
➤ Das Unternehmen arbeitet mit Distributoren und betreibt gleichzeitig einen eigenen Direct-to-Consumer-Retail-Store.
➤ In Station 3 wurden die Einführung einer CO₂-neutralen Produktion sowie der Einsatz von recycelten und remanufacturten Komponenten mithilfe einer SWOT-Analyse bewertet.
➤ Die Analyse zeigte interne Stärken in der Produktionsflexibilität und machte deutlich, dass der Direktvertrieb ein Hebel ist, um den wahrgenommenen Kundennutzen zirkulärer Produktlinien zu stärken.
➤ Auf dieser Basis konnte das Unternehmen seine Margen verbessern und gleichzeitig die Akzeptanz zirkulärer Produktlinien bei Endkundinnen und Endkunden validieren.
➤ Die Einführung von überprüfbar erneuerbarer Energie wurde analysiert.
➤ Starke Audit- und Qualitätsstrukturen wurden als Basis für transparente Zertifizierungen identifiziert.
➤ Die Chance bestand darin, Produktchargen mit nachweisbar geringerem Umweltfußabdruck Kunden mit ESG-Beschaffungskriterien anzubieten.
➤ So konnte zusätzlicher Wert geschaffen werden, ohne den Produktionsprozess selbst zu verändern.