Station 3: Ideate

Von der Idee zu umsetzbaren zirkulären Geschäftsmodellen: Station 3 wandelt die Ideen der vorherigen Phase in strategische, testbare Lösungen um, mithilfe kompakter Workshop-Methoden und Entscheidungstools wie SWOT-Analyse und dem Lightning Decision Jam. Teilnehmende Unternehmen schärfen ihre Ansätze und definieren konkrete Umsetzungsschritte, mit Fokus auf der Verbindung von wirtschaftlicher Leistung und dem Erhalt zirkulärer Werte.

Roadshows

Bei den Roadshow-Besuchen beobachteten die Teilnehmenden praktische Beispiele dafür, wie der Erhalt des zirkulären Wertes über den gesamten Produktlebenszyklus umgesetzt werden kann.

Industrieller Hersteller (Materialien & Komponenten)

Mehr dazu:
  • Dieses Unternehmen nutzt Wiederverarbeitungs- und Materialprüfschleifen, um Rohstoffe im Kreislauf zu halten.
  • Ein eigenes Testzentrum ermöglicht es Kunden, recycelte Materialien unter realen Produktionsbedingungen zu bewerten, bevor sie einen Kauf tätigen. Darüber hinaus wurden Simulationen von Hochskalierungsprozessen durchgeführt.
  • Ein zentrales Ersatzteilsystem stellt sicher, dass Komponenten über viele Jahre hinweg verfügbar bleiben, wodurch Reparaturen und Aufarbeitungen anstelle von Ersatz ermöglicht werden.

Lebensmittelproduktionsunternehmen

Mehr dazu:
  • Dieses Unternehmen wendet Kreislaufwirtschaft an, indem es ressourceneffiziente Produktion, Wärmerückgewinnung, Abfallreduzierung und recyclingorientiertes Verpackungsdesign kombiniert.
  • Eine zentrale Maßnahme war die Umstellung auf Verpackungsmaterialien mit über 90 % Wiederverwertbarkeitsrate sowie eine deutliche Verringerung des Produktionsabfalls im Lauf der Zeit.
  • Durch die Herstellung von Waren in halbfertiger Form und deren Fertigstellung am Ort des Verbrauchs reduziert das Unternehmen Lebensmittelabfälle entlang der gesamten Lieferkette.

Wiederverwendungsorientiertes Einzelhandels- und Servicezentrum

Mehr dazu:
  • Dieses Modell basiert auf der Sammlung, Reparatur und Rezertifizierung von Waren, bevor sie zu erschwinglichen Preisen weiterverkauft werden.
  • Produkte werden kategorisiert, auf Qualität geprüft und bei Bedarf wiederhergestellt. Dieser Ansatz reduziert gleichzeitig Abfälle, verlängert Produktlebenszyklen und gewährleistet soziale sowie wirtschaftliche Zugänglichkeit.

Roadshows 2025

Zentraler Ansatz

Die Kreislaufstrategie wurde konsequent auf Wertschöpfungs- und Werterhalt ausgerichtet – nicht auf reines Mengenwachstum:

Modelle zur Verlängerung der Produktlebensdauer

Die Produktlebensdauer wird durch Reparatur, Refurbishment, Remanufacturing und Second-Life-Komponenten gezielt verlängert.

Product-as-a-Service / Servitization

Anstatt Produkte einmalig zu verkaufen, setzen Unternehmen auf Modelle, bei denen Kunden für Leistung, Verfügbarkeit oder Nutzung bezahlen.

Must-have: Mindset-Change in Vertrieb und Marketing

Station 3 zeigte deutlich, dass technologische Verbesserungen allein nicht ausreichen – ein grundlegender Wandel der kommerziellen Logik ist notwendig.

Zwei Benchmarks für erfolgreiche Kreislauftransformation

Die Benchmarks zeigen, wie Unternehmen Kreislaufmaßnahmen erfolgreich in unterschiedlichen Geschäftstypen umsetzen:


Renommiertes B2B- und B2C-Unternehmen mit Retail-Store

➤ Das Unternehmen arbeitet mit Distributoren und betreibt gleichzeitig einen eigenen Direct-to-Consumer-Retail-Store.

➤ In Station 3 wurden die Einführung einer CO₂-neutralen Produktion sowie der Einsatz von recycelten und remanufacturten Komponenten mithilfe einer SWOT-Analyse bewertet.

➤ Die Analyse zeigte interne Stärken in der Produktionsflexibilität und machte deutlich, dass der Direktvertrieb ein Hebel ist, um den wahrgenommenen Kundennutzen zirkulärer Produktlinien zu stärken.

➤ Auf dieser Basis konnte das Unternehmen seine Margen verbessern und gleichzeitig die Akzeptanz zirkulärer Produktlinien bei Endkundinnen und Endkunden validieren.


B2B-Hersteller mit kontinuierlicher chargenbasierter Produktion

➤ Die Einführung von überprüfbar erneuerbarer Energie wurde analysiert.

➤ Starke Audit- und Qualitätsstrukturen wurden als Basis für transparente Zertifizierungen identifiziert.

➤ Die Chance bestand darin, Produktchargen mit nachweisbar geringerem Umweltfußabdruck Kunden mit ESG-Beschaffungskriterien anzubieten.

➤ So konnte zusätzlicher Wert geschaffen werden, ohne den Produktionsprozess selbst zu verändern.

Nächste Schritt: Station 4 – Roadmap

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